Checkliste: Das perfekte Bewerbungsfoto (aus dem Spiegel-Online vom 12.04.2012)

Profis ranlassen
Urlaubs- oder Automatenbilder gehen gar nicht. Besser einen Termin im Porträtstudio buchen. Ein "Business-Shoot" mit mehreren Posen in
verschiedenen Outfits dauert eine bis anderthalb Stunden und kostet zwischen 150 und 300 Euro. (Das gibt es bei mir günstiger!)

Was gibt's für den Preis?
Bei Profi-Aunahmen zu solchen Tarifen sollten eine kurze Outfit-Beratung sowie eine Grundvisagie (Make-up und Basis-Styling) drin sein.
Wer die Fotos auch für Veröffentlichungen verwenden will, erwirbt die Nutzungs- und Bildrechte gleich mit. Einen Satz einfache
Bewerbungsbilder Schüler gibt es ab 24,90 Euro.

Auf mehrere Karten setzen
Jede Branche hat ihre eigenen Dresscodes, die sich im Bewerbungsfoto widerspiegeln sollten. Banken mögen es klassisch-korrekt, für
Werbeagenturen dürfen Kleidung, Pose und Hintergrund lockerer sein. Der Fotograf weiß das, aber man muss ihm sagen, dass die Bilder an
unterschiedliche Adressen gehen.

Bunt oder Schwarzweiß?
Auf die Frage, ob Farbe oder Schwarzweiß, gibt es keine branchenspezifische Antwort. Einige Bewerbungsberater halten Schwarzweiß-
Aufnahmen für ausdrucksstärker.

Details beachten
Dezente Farben - im Gesicht wie am Körper - kommen am besten an. Kein auffälliger Schmuck, keine extravagante Frisur. Flecken auf dem
Anzug oder abgestoßene Hemdkragen sind tabu. Wer immer eine Brille trägt, tut dies selbstverständlich auch auf dem Foto. Und: lächeln!

Aufhübschen nur mit Zurückhaltung
Vorsicht mit fotografischen Finessen wie Kopfanschnitt oder extremer Schieflage der Bildachse. Ebenso Vorsicht mit digitalen
Nachbearbeitungen, die mancher übereifrige Fotograf anbietet: Pickel wegretuschieren ist in Ordnung, aber eine Zahnlücke muss der
Zahnarzt richten - nicht der Fotograf.

Richtig präsentieren
Wer sich "auf Papier" bewirbt, klebt das etwa 6 mal 4,5 Zentimeter große Foto rechts oben auf den Lebenslauf. Keine Büro-Heftklammer
nehmen, sondern ein kleines Stück beidseitig klebendes Klebeband. Das Bild einzuscannen und aufzudrucken, empfiehlt sich nur, wenn das
Druckergebnis tadellos ist. (Bei mir gibt es die Daten für einen sehr günstigen Preis per Mail)

Ist größer besser?
Verfechter des "Deckblatts" in Bewerbungen lassen sich oft dazu verleiten, ein größeres Bild und eine andere Darstellung, etwa ein
Halbformat, zu verwenden. Die Seriösität darf darunter nicht leiden. Und die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt sein: Wer einen
Praktikumsplatz sucht, erntet mit einem Bühnenfoto Kopfschütteln.