Schlechtes Bewerbungsfoto – Kein Job!     weiter zur nächsten Seite

Gutes Bewerbungsfoto erhöht die Einstell-Chancen!
Warum Sabine S. keine Chance hatte, ihren Traumjob zu bekommen

Köln. Hunderttausende Arbeitssuchende versenden ständig Bewerbungen und stellen immer wieder fest: „Schon wieder vergeblich“. Absage! Nach Recherchen des CentralVerbandes der Deutschen Berufsphotographen kann schon ein gutes Bewerbungsfoto dazu beitragen, in eine engere Auswahl zu kommen, um dann den Zuschlag für den Job zu bekommen.

In dem Wort „Bewerbungsfoto“ ist das Wort „Werbung“ enthalten“, sagt Tom Pochert, Ex-Bundesinnungsmeister des CentralVerbandes Deutscher Berufsfotografen.

„Viele Bewerber verkennen, daß sie in einer Bewerbung werben müssen, und zwar jeder für sich – so gut er kann.“

Die Eigenwerbung fängt mit dem Foto an. Gut platziert ist dieses Persönlichkeitsbild der erste Eindruck, der beim Betrachter gemacht wird. Handelt es sich bei dieser ersten bildhaften Begegnung mit einem Bewerber um ein billiges Automatenfoto, gibt es viele Gründe, die sofort gegen den Arbeitssuchenden sprechen. Von „legt keinen Wert auf Qualität“ bis „dem ist sowieso alles egal“ reichen die Gedanken der Personal-Chefs, die sich mit schlechten Fotos konfrontiert sehen. Auf dem Schreibtisch von Matthias Sacker, stv. Ausbildungsleiter der Hamburger Sparkasse, landen pro Monat über 200 Bewerbungen. „Die Bewerbungs - Unterlagen sind immer die Visitenkarte. Natürlich sind Zeugnisse wichtig. Ich weiß es von mir selbst und von vielen Kollegen in Deutschland. Ist einer Bewerbung ein schlechtes Foto beigefügt, gibt es zumindest schon einmal Anfangszweifel.“

Das muss nicht sein“ meint der Innungsmeister der Berufsphotographen. „Es ist heute nicht damit getan, gute Noten zu haben. Alles muss verkauft werden. Und gerade der Arbeitssuchende muss sich bemühen, sich selbst so gut wie möglich zu verkaufen.“

Zwischen einem Automatenfoto und einem individuell gestalteten Bewerbungsfoto liegen Welten. Das kommt nicht in erster Linie von der wesentlich besseren technischen Qualität, die der Fotograf liefert, sondern hat tiefer liegende Gründe. Berufsphotographen verstehen sich als Dienstleister; als Berater. Die Bildsprache ist ihr Beruf und sie sind kompetente Ansprechpartner für die Umsetzung von Fotos; denn, sie haben Ihr Handwerk nach drei lehrreichen Jahren als Geselle erlernt. Dabei kommt es auch hier wiederum nicht nur auf die qualitativ gute Umsetzung des Bildes an. Ihre Arbeit fängt weit vor dem Fotografieren an.

Der Fachfotograf sucht das Gespräch mit dem Kunden. Er will den Berufswunsch wissen. Anschließend folgt ggf. eine Beratung in Sachen Kleidung und natürlich, welcher Ausdruck beim Foto ausgearbeitet werden muss. Spätestens hier versagt der Automat und häufig auch der Drogist, obwohl er ggf. eine gute Ausrüstung besitzt.

Auf einem Profi-Foto muss der Bewerber so rüberkommen, als hätte er den Job schon. Dann ist es richtig“, sagt Tom Pochert, und nennt das Beispiel von Sabine, die sich immer wieder vergeblich als Kindergärtnerin bewarb.

Sabine S. aus Köln versandte dutzende Bewerbungen. Vergeblich. Ihr Arbeitsberater riet ihr, es mit besseren Bewerbungsfotos zu versuchen. Sabine investierte in neue Fotos und hatte Erfolg.

Valentin Schäfer, erfahrener Personalchef, meint dazu: „Der erste Eindruck ist immer entscheidend. Das ist eine ganz menschliche Sache. Wenn der Bewerber das weiß, kann man dem Glück durch gute Bewerbungsfotos vielleicht etwas nachhelfen.“

Bewerbungsfotos entscheiden bei der Jobvergabe.

Sie sind ein wichtiges Element, wenn es darum geht, ob man einen Job bekommt – oder auch nicht. Automatenfotos sind höchstens für einen Skipaß gut – sagen Personalchefs.

Wer Werbung für sich selbst machen will, sollte sich von einem Fotografen beraten – und fotografieren lassen.

Denn: der erste Eindruck ist entscheidend; und das Foto ist das erste, was der Chef vom Bewerber sieht.

Gitte Härter, Fachbuchautorin und Personalberaterin:

Werbung in eigener Sache
Auf eine Stellenausschreibung melden sich manchmal bis zu 1.000 Bewerber. Da ist es nicht leicht, auf den ersten Blick aus der Vielzahl von Konkurrenten positiv herauszustechen. Und Sie können davon ausgehen: Auf diesen ersten Blick kommt es an. Wenn das Bewerbungsschreiben einen schlechten Eindruck macht, bekommen Sie keine zweite Chance – Ihre guten Zeugnisse gehen einfach unter. Grenzen Sie sich deshalb durch eine individuelle Bewerbung von der breiten Masse ab. Denken Sie immer daran: Ein perfektes Bewerbungsschreiben ist möglicherweise die Eintrittskarte zu Ihrem neuen Job.

Form

Was viele noch immer unterschätzen: Nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form der Bewerbung spielt eine wichtige Rolle. Der Personalverantwortliche kennt Sie nicht und muss allein durch die vorliegenden Unterlagen Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit und Arbeitsweise schließen. Achten Sie deshalb auf einen ordentlichen und seriösen Eindruck.
 

Wählen Sie am besten weißes, qualitativ hochwertiges Papier (90 Gr.) – es wirkt ausgesuchter als gewöhnliches Kopierpapier, und es reißt oder knittert nicht so schnell. Versenden Sie niemals Blätter mit Kaffee- bzw. Fettflecken oder Eselohren, denn das macht einen schmuddeligen Eindruck – und dann werden Sie Ihre Unterlagen postwendend zurückbekommen.

Entscheiden Sie sich für eine klassische Schriftart, wie etwa Arial oder Times New Roman, und zugunsten der guten Lesbarkeit für eine Schriftgröße zwischen 10 und 12 Punkt. Klar, dass auch die Seitenränder ausreichend groß sein müssen. Gestalten Sie Ihren Brief also insgesamt großzügig. Formulieren Sie kurze, präzise Sätze, und verwenden Sie Fachjargon nur im sinnvollen Zusammenhang. Unterschreiben Sie mit blauer Tinte und mit Ihrem Vor- und Zunamen.

Achtung: Lassen Sie Ihr Bewerbungsschreiben unbedingt von Freunden Korrektur lesen. Wer längere Zeit an einem Text gefeilt hat, wird schnell blind für die eigenen Fehler. Und nichts ist peinlicher als eine Bewerbung mit Rechtschreibfehlern! Vergewissern Sie sich auch, dass die Firmenanschrift und der Name des Ansprechpartners korrekt geschrieben sind.

Für die beizufügenden Unterlagen verwenden Sie am besten Schnellhefter, Klemmmappen oder Einlegesysteme mit einer Thermo- oder Spiralbindung. Sie werden nach Wichtigkeit sortiert – zuerst kommt der Lebenslauf, dann folgen die Zeugnisse (das neueste Zeugnis zuerst und dann der Reihenfolge nach die älteren). Beachten Sie dabei, dass das Anschreiben nur lose oben aufgelegt und nicht zu den anderen Dokumenten eingeheftet wird.

Inhalt

Setzen Sie alles daran, sich von dem Einheitsbrei der anderen Bewerber abzugrenzen. Ein flotter Einstieg ist die halbe Miete. Denn die meisten Bewerbungsschreiben beginnen mit einem langweiligen Standardsatz á la „Hiermit bewerbe ich mich um...“. Natürlich ist es wichtig, dass Sie gleich zu Beginn klarstellen, um welche Stelle es eigentlich geht. Aber das können Sie auch in einigen Stichworten in der fettgedruckten Betreffzeile tun.

Es gibt viele verschiedene Einstiegsmöglichkeiten. Einige Beispiele haben wir im Folgenden aufgeführt. Wenn Sie durch eine Anzeige in der Zeitung oder im Internet auf die Stelle aufmerksam wurden, können Sie sich selbstverständlich darauf beziehen: „Mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige in ... gelesen und möchte mich Ihnen nun näher vorstellen.“ Haben Sie bereits mit Ihrem Ansprechpartner telefoniert, sollten Sie zu Beginn auf das Gespräch Bezug nehmen. „Vielen Dank für das freundliche Telefongespräch vom ... Wie besprochen sende ich Ihnen heute Informationen zu meiner Person.“ Wer einen kreativen und zugleich belesenen Eindruck erwecken möchte, kann auch ein präzises, nicht allzu langes Zitat als Einstieg wählen. Allerdings sollte der Inhalt dann entweder perfekt auf Ihre Persönlichkeit zugeschnitten sein oder mit dem Job, auf den Sie sich bewerben, in Verbindung gebracht werden können.

Machen Sie sich über die Firma, bei der Sie sich bewerben möchten, kundig – am einfachsten geht das über das Internet. Durchforsten Sie die Homepage des Unternehmens, und suchen Sie über eine Suchmaschine nach zusätzlichen Infos. Nur wer über das nötige Hintergrundmaterial verfügt, kann in seinem Anschreiben glaubhaft begründen, warum er gerade dort arbeiten möchte – und das sollten Sie unbedingt tun. Zeigen Sie Ihrem zukünftigen Chef, dass seine Firma Ihre Nummer eins ist.
 

Natürlich sollten Sie auch Ihre persönlichen Fähigkeiten und Stärken herausstellen. Greifen Sie dabei, wenn möglich, die Anforderungen aus der Stellenanzeige auf. Allerdings macht es einen einfallslosen und langweiligen Eindruck, wenn Sie diese einfach nur einfach aufzählen, denn das kann jeder. Verbinden Sie lieber bisherige Praxis-Erfahrungen mit Ihren Fähigkeiten und den Anforderungen der Stellenausschreibung. Je persönlicher, desto besser. Aber präsentieren Sie sich seriös, und versuchen Sie keinesfalls, krampfhaft witzig zu sein. Sind Sie Berufsanfänger, so können Sie vielleicht von ehrenamtlichen Tätigkeiten, Praktika oder Nebenjobs berichten. Denn auch damit kann man organisatorisches Geschick oder soziales Engagement hervorheben und zeigen, dass man flexibel und im Team arbeiten kann.

Und noch ein wichtiger Tipp: Vermeiden Sie im gesamten Bewerbungsschreiben den Konjunktiv! „Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.“ Freuen Sie sich nun oder nicht? Schreiben Sie lieber, wie Sie empfinden: „Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.“

Geduld bringt Rosen

Dieses Sprichwort trifft auch auf den Bewerbungsprozess zu. In den wenigsten Fällen führt die erste Bewerbung zum Erfolg. Geben Sie die Hoffnung nicht auf. Wer über die notwendige Ausdauer und Hartnäckigkeit verfügt, erreicht in den meisten Fällen seine Ziele. Das bedeutet auch: Rufen Sie ruhig nach einiger Zeit an und erkundigen Sie sich nach dem Stand der Dinge. So zeigen Sie, dass Sie aktiv sind und haben gleichzeitig die Chance auf einen ersten persönlichen Kontakt.

Gitte Härter, Fachbuchautorin und Personalberaterin, behandelt in dieser Aufsatzreihe zentrale Fragen zum Themenbereich Bewerbung und Karriereplanung.

Folge 10. Tipps zum guten Bewerbungsfoto

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Legen Sie Wert auf Ihr Foto!

Es lohnt sich, auch ein Foto und dessen Aussage zu planen.

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Sehen Sie sich das Unternehmen an, bei dem Sie sich bewerben. Wie sehen die Anzeigen, die Website, der allgemeine Auftritt der Firma aus? Wie ist die Wortwahl? Handelt es sich um ein eher konservatives Unternehmen oder ist es eher locker-lässig?

Kennen Sie Personen, die Kunden dieser Firma sind? Oder sogar Mitarbeiter?

Lernen Sie das Unternehmen und dessen Auftritt kennen.

Für welche Position bewerben Sie sich? Ist es eine reine Innendiensttätigkeit, oder repräsentieren Sie vor Ort?

Wenn Sie wissen, wie eine Firma nach außen auftritt, wissen Sie auch, welche Art von Mitarbeitern gesucht wird. So können Sie mit Ihrem Bild einen wichtigen Akzent setzen und Ihre Bewerbung positiv unterstützen.

Jetzt können Sie gezielt überlegen:

> welche Umgebung soll das Bild haben (im Freien oder im Studio)

> Portrait, Halbportrait oder Ganzkörperaufnahme?

> was ziehe ich an? (Farben und Stil!)

> Frisur

und am wichtigsten:

> wie möchte ich wirken?

Wenn Sie locker und humorvoll rüberkommen möchten, sind ein strenger Anzug und ein ernsthaftes Gesicht kontraproduktiv.

Wenn Sie sich bei einem konservativen Unternehmen bewerben, das Wert auf Ernsthaftigkeit und Korrektheit legt, ist das Urlaubsfoto mit dem knalligen Hawaiihemd fehl am Platz.

Hier eine Checkliste:

> Umgebung und Farben sollen Ihre Person vorteilhaft unterstützen und nicht in den Hintergrund drängen oder sich gar negativ auswirken

Es ist bekannt, dass es Farben gibt, die Ihnen besser stehen, in denen Sie vorteilhafter und „gesünder" aussehen. Ziehen Sie nicht irgendwas an, wenn Sie Fotos machen lassen. Achten Sie auf Farben (lassen Sie sich gegebenenfalls beraten) und auch darauf, dass Sie sich in der Kleidung wohlfühlen. Wenn Sie ein Jeansmensch sind, der Krawatten hasst, dann sollten Sie für den Fototermin nicht einen strengen Anzug mit Krawatte wählen. Kurze Ärmel sind nicht kleidsam!

Nur wenn Sie sich auch wohlfühlen, kommen Sie natürlich rüber.

Achten Sie auf den Hintergrund: Was soll zu sehen sein? Der Hintergrund ist dazu da, Sie in den Vordergrund zu stellen. Also keine 70er-Jahre-Tapete, bei deren Anblick der Betrachter high wird.

> kommen Sie sympathisch rüber, also möglichst natürlich

Seien Sie Sie selbst (außer Sie sind ein griesgrämiger, aggressiver Zeitgenosse <haha>)!

Sympathisch und natürlich sind Sie dann, wenn Sie entspannt sind.

Jetzt ist es für die meisten Menschen ziemlich schrecklich, vor der Kamera zu stehen. Und nicht jeder ist irrsinnig fotogen. Wichtig für ein gutes Bild ist:

Sie fühlen sich wohl in Gegenwart des Fotografen.

Sie fühlen sich wohl in Ihren Klamotten.

Sie fühlen sich toll!

Sie fühlen sich wohl, wo Sie gerade sind.

Sie haben Ruhe und Zeit.

Meiner Erfahrung nach ist der Fotograf der Schlüssel: Er hat den Blick für die Situation. Er lockert Sie auf. Er drückt ab, wenn Sie es nicht erwarten.

> weg vom Automaten: ein guter Fotograf ist eine lohnende Investition

Weg von den Automaten! Wenn Sie für Ihren Personalausweis schnell in den Passbildautomaten gehen, kein Problem: So ein Ausweisfoto ist ja immer auch ein großer Lacherfolg. Wenn Sie sich erfolgreich bewerben wollen, machen Sie um die Automaten bitte einen großen Bogen. Ich kenne niemanden, auch die fotogenste Schönheit nicht, die auf einem Automatenbild gut aussieht. Das Licht ist immer so, dass es Zombies produziert, Ihre unvorteilhafteste Seite zum Vorschein bringt. Und die Hektik der Straße zeichnet sich auf Ihrem Gesicht ab.

Ich rate zum Profi-Fotografen – und mit Profi meine ich durchaus auch einen guten Amateur, Betonung liegt auf gut. Die wenigsten Personen, die fotografieren, haben einen Blick für Situationen und ein Gespür für Personen – so perfekt sie technisch sein mögen. Aber gerade das brauchen Sie jetzt.

Wenn Sie niemanden kennen und in ein Fotogeschäft gehen, schauen Sie sich die Bilder im Schaufenster an: Gefallen Ihnen die Bilder? Mögen Sie die fotografische Umsetzung? Ist der Fotograf abwechslungsreich – oder sieht jeder gleich aus?

Gehen Sie rein und schauen Sie sich den Fotografen/die Fotografin an: Ist er/sie Ihnen sympathisch? Nimmt er/sie sich Zeit für Sie? Oder wird das eine 3-Minuten-Hektik-Aktion?

> sagen Sie dem Fotografen, was das Bild ausdrücken soll!

Sie haben geplant. Sie wissen, was das Bild im Betrachter auslösen soll. Vielleicht haben Sie schon eine Idee, wie Sie sich hinsetzen möchten oder wie der Hintergrund sein könnte.

Ein Beispiel. Als wir für unser Unternehmensfaltblatt ein Titelbild brauchten, haben wir dem Fotografen gesagt:

Wir beraten und trainieren Unternehmen. Das Bild ist für unsere Selbstdarstellung.

Wir möchten so aussehen, dass wir lauter Aufträge bekommen.

Dazu möchten wir so rüberkommen:

> professionell

> seriös

> aber auch wie „ganz normale Leute"

> Spaß!

 

Unser Fotograf hat ganze Arbeit geleistet: Er hat unsere Wünsche wunderbar umgesetzt und auch unsere Vorschläge mit einbezogen.

> achten Sie darauf, wie sich der Fotograf verhält: korrigiert er Ihre Haltung? Sagt er Ihnen, dass Ihnen die Haare zu Berge stehen?

Wer das nicht tut, ist schlecht.

Sie selbst merken es vielleicht nicht, wenn Sie wie der Glöckner von Notre Dame dasitzen, weil es für Sie bequem ist. Der Betrachter aber sieht es. Und muss korrigieren.

Bei einem anderen Fotografentermin stützte ich mich auf den Händen auf. Der Fotografin fiel auf, dass es aussah, als hätte ich nur drei Finger! Ein Detail zwar, das aber irrsinnig blöd aussehen kann.

> schauen Sie in den Spiegel

Schauen Sie unmittelbar bevor Sie anfangen in den Spiegel, richten Sie gegebenenfalls Ihre Frisur, Ihren Hemdkragen, lächeln Sie Probe. Richten Sie gegebenenfalls Ihr Make-up.

Wenn Sie während der Fotosession unsicher sind, ob Sie noch gut aussehen oder die Haare wieder zusammengefallen sind: kurze Pause und ab zum Spiegel.

Wenn Sie Ganzkörperaufnahmen machen, sollten Sie sich schon zuhause in voller Montur vor den Spiegel stellen: Manchmal ist es regelrecht erschreckend, wenn Sie sich plötzlich in voller Größe sehen – dann merken Sie nämlich, dass dieser Pulli mit jener Hose überhaupt nicht gut aussieht oder an Ihnen hängt wie ein Kartoffelsack.

> Farbe oder schwarz-weiß?

Kommt drauf an! Tendenziell sind Farben natürlich freundlicher.

Ein gutes Schwarz-Weiß-Bild ist allerdings auch sehr ästhetisch und künstlerisch.

Ich habe mich einmal bei Werbeagenturen mit einem Schwarz-Weiß-Bild beworben, das auf den Stufen der Oper gemacht wurde: Der Hintergrund war sehr großflächig, und in der Mitte saß ich auf den Treppen.

Ein unkonventionelles, sehr grafisches Foto: ein hervorragender Hingucker für die Werbebranche.

Aber nicht geeignet für jede Bewerbung.

> aktuell!

Bitte verschicken Sie nicht ein Bild, das vor 15 Jahren aufgenommen wurde, nur weil Ihnen Ihre damalige Frisur so gut gefällt. Oder weil gerade kein anderes Foto zur Hand ist.

Ich möchte mir als Empfänger ein Bild vom Bewerber machen. Wenn ich ein Foto bekomme, das in keiner Weise identisch mit der wirklichen Person ist, dann lassen Sie es doch ganz. Nützt mir so doch gar nichts.

> das Format: es muss nicht immer Passbild sein

Sie sind nicht auf Passbildformat festgelegt. In der Bewerbung sind Sie hier völlig frei. Es gibt allerdings schon Grenzen, was die Größe betrifft. Es muss ja nicht gleich ein „Starschnitt" mit mehreren Quadratmetern Fläche sein.

Ein gutes Foto darf aber durchaus plakativ sein.

Gerade als Deckblatt können Sie hier, wenn Sie sympathisch rüberkommen, gleich Punkte machen!

> lassen Sie Kontaktabzüge machen, bevor Sie Bilder nachbestellen

Wenn Sie beim Fotografen waren, lassen Sie einen Kontaktbogen machen. Nicht jedes Bild, das während der Fotosession gemacht wurde, ist toll. Also picken Sie die Perlen heraus, und lassen Sie sie in guter Größe nachmachen.

> machen Sie Fotos, wenn Sie sich toll fühlen!

Gute Fotos von sich selbst kann man doch immer brauchen. Für Ausweise, für Brieffreunde, um sie ins Internet zu stellen, um sie an Freunde und Bekannte zu verschenken, etc.

Also machen Sie doch nicht den Fehler und hasten kurz vor einer Bewerbung zum Fotografen. Lassen Sie Bilder machen, wenn Sie sich toll fühlen! Dann haben Sie Ruhe, haben eine gute Ausstrahlung und eine Auswahl schöner Bilder parat.

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